Die kürzeste Geschichte des Tages

Uns hat es erwischt. Wir sind alle vier kränklich und haben es uns zusammen im Schlafzimmer im großen Bett gemütlich gemacht. Da setzt Philipp sich plötzlich im Schneidersitz hin.

Philipp: “Ich will euch eine Geschichte erzählen.”

Ich: “Okay, gute Idee! Dann leg mal los.”

Philipp nimmt sein imaginäres Buch hoch und schlägt es auf. Mit ernster Stimme fängt er an zu erzählen: “Eines Tages hat das Eichhörnchen ein Eis geesst.”

Pause.

Ich: “War das jetzt schon alles?”

Philipp: “Neeeein. Die Geschichte geht noch weiter.”

Ich: “Ja, dann mach mal!”

Philipp: “Ooookaaaay. Also. Eines Tages hat der Bär im Zelt geschlafen.”

Wieder Pause.

Ich: “Ja und was ist dann passiert?”

Philipp: “Nix.”

Ich mit fragendem Blick: “???”

Philipp: “Ja jetzt ist die Geschichte doch zu Ende.” Damit schlägt er sein imaginäres Buch wieder zu und kuschelt sich zu uns ins Bett. Und plötzlich ist kranksein nur noch halb so doof ;-)

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Wie die Mutter, so der Sohn

Philipp sitzt auf der Arbeitsplatte in der Küche und guckt mir beim Kochen zu. Das Essen köchelt auf dem Herd vor sich hin und ich muss nur noch schnell ne Zwiebel schälen und schneiden.

Philipp ist das zu langweilig: “Mama, ich will runter.”

Ich: “Ja, einen Moment.”

Philipp: “Mama, holst du mich runter?”

Ich: “Ja Philipp. Wenn ich die Zwiebel geschnitten habe.”

Kurze Pause.

Philipp: “Maaaamaaaa! Du sollst mich jetzt runter holen!!!”

Ich etwas genervt: “JA PHILIPP! WENN ICH DIE ZWIEBEL GESCHNITTEN HABE!!!”

Philipp guckt mich mit einem Grinsen an: “Mama, bist du etwa iggelisch?”

Ja, manchmal schon ;-)

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Von wegen Jugendslang

Ich habe gekocht und wir sitzen alle beim Essen.

Papa: “Und Philipp, hat Mama heute lecker gekocht?”

Philipp richtet sich direkt an mich: “Ja, Mama. Das Essen schmeckt heute einwandfrei!”

Was für ein Lob. Und dabei hätte mir ein einfaches “lecker” auch gereicht ;-)

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Mr. Großkotz

Philipp guckt Papa dabei zu wie dieser verzweifelt versucht ein Level in einem Computerspiel zu schaffen. Nach einem weiteren Fehlversuch kommentiert Philipp: “Oh Mann, wie blöd kann man nur sein!” Und steht auf und geht. Papa und ich sind so perplex, dass wir uns nur stumm angucken und nicht wissen ob wir lachen oder weinen sollen…

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Spontanübernachtungen wollen geplant sein

Philipp hat sich kurzfristig bei seinem Onkel zum Übernachten eingeladen, muss nur vorher noch die Lage checken.

Philipp: “Was ist denn auf dem Kissen drauf?”

Onkel: “Äh, muss ich mal gucken was wir noch für Bettwäsche haben.”

Philipp: “Hast du auch Bifi?”

Onkel: “Ja.”

Philipp: “Hast du auch Schokolade?”

Onkel: “Ja, ich glaube schon.”

Philipp: “Hast du auch Toast?”

Onkel: “Ja, müsste auch noch da sein.”

Philipp: “Hast du auch Bonbons?”

Onkel: “Ja, die hab ich auch.”

Philipp: “Hast du auch Blumen?”

Onkel verwundert: “Häh? Blumen? Äh, ich glaub wir haben noch Blumen da. Warum, willst du die auch essen?”

Philipp lachend: “Nein, ich ess doch keine Blumen. Nein, einfach nur so.”

Der Junge hat Stil ;-)

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Zitat des Tages

Philipp: “Wenn ich mal was zu sagen habe, dann habe ich was zu sagen, ne?” RICHTIG!

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Hauptsache mobil!

Am Abend bevor Papa für einige Tage auf Geschäftsreise muss.

Philipp: “Mama, ich bin traurig.”

Ich: “Weil Papa morgen wegfährt?”

Philipp schluchzend: “Jaaahaaa!”

Ich: “He, Papa kommt doch bald wieder und außerdem darfst du in Papas Bett schlafen.”

Philipp immer noch schluchzend: “Jaaahaaa! Ich will aber unser Auto haben!”

Ich: “Häh? Wir haben unser Auto doch hier. Papa wird abgeholt und nimmt unser Auto gar nicht mit.”

Philipp freudestrahlend: “Oh, dann bin ich auch nicht mehr traurig!”

Dafür jetzt der Papa um so mehr ;-)

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